Job Index Q3 2026

Q3 2026 Job Index für handwerkliche und technische Berufe

Swiss Job Market Index Q3 2026: Stellenmarkt stabilisiert sich, Handwerks- und technische Berufe legen weiter zu

Zürich 15. Oktober 2026: Im dritten Quartal 2026 steigt die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vorquartal sowie im Vorjahresvergleich um 0.8 Prozent. Im Berufsfokus zeigen Handwerks- und technische Berufe ein überdurchschnittliches Stellenwachstum. Dies zeigt der Adecco Group Swiss Job Market Index, die wissenschaftlich fundierte Studie der Adecco Gruppe Schweiz und des Stellenmarkt-Monitors Schweiz der Universität Zürich. 

Job Index Q3 2026 vs. KOF vs. BIP

Quellen: KOF Konjunkturforschungsstelle (KOF-Beschäftigungsindikator), Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO; reales BIP), Stellenmarkt Monitor Schweiz (SMM; Adecco Group Swiss Job Market Index). 
Bemerkung: Ein Wert über 100 bedeutet ein Zuwachs beim Adecco Group Swiss Job Market Index und dem BIP, ein Wert unter 100 eine Abnahme gegenüber dem Basisquartal Q1 2008. Ein Wert des KOF-Beschäftigungsindikators über 100 bedeutet, dass mehr Firmen einen Stellenaufbau als einen -abbau planen. Liegt der Wert unter 100, überwiegt der geplante Stellenabbau. 


Der Stellenmarkt zeigt im dritten Quartal 2026 eine leichte Erholung: Der Adecco Group Swiss Job Market Index steigt um 0.8 Prozent, sowohl gegenüber dem Vorquartal (Q2 2026), wie auch dem Vorjahresquartal (Q3 2025). Der KOF-Beschäftigungsindikator weist zudem auf eine leicht gestiegene Einstellungsbereitschaft der Unternehmen hin. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote blieb im August mit 3.1 Prozent praktisch unverändert gegenüber dem Vormonat. Das SECO korrigierte seine Wachstumsprognose für 2026 von 0.9 auf 1.7 Prozent aufgrund des ausserordentlich starken zweiten Quartals, das von der exportorientierten chemisch-pharmazeutischen Industrie geprägt war. Diese Entwicklung war durch die konjunkturelle Erholung des weltwirtschaftlichen Umfeldes begünstigt.  

Entwicklung Job Index der Handwerks- und technischen Berufen

Wachstum, Fachkräftemangel und geringes KI-Risiko in Handwerks- und technischen Berufen 

Der aktuelle Studienfokus widmet sich der Arbeitsmarktlage für Handwerks- und technische Berufe. Diese zeigen folgende Entwicklungen: 

Starkes Stellenwachstum: Die offenen Stellen in Handwerks- und technischen Berufen haben seit 2015/16 um 131 Prozent zugenommen, mehr als viermal so stark wie der Gesamtindex aller offenen Stellen (+30%). Den stärksten Zuwachs verzeichnen die Untergruppen Bau- und Ausbaufachkräfte (+173%, z.B. Bauspengler:innen sowie Sanitär- und Heizungsinstallateur:innen und Zimmerleute/Bautischler:innen) und die Elektriker:innen/Elektroniker:innen (+134%, z.B. Bauelektriker und verwandte Berufe). 

Konzentriertes, teils baubedingtes Wachstum: Der Zuwachs entfällt in allen fünf Untergruppen grösstenteils auf wenige Einzelberufe (u. a. Bauspengler, Sanitär-/Heizungsinstallateure, Kraft-fahrzeugmechaniker:innen) und könnte teils durch die gute Baukonjunktur, teils durch andere Faktoren wie demografische Alterung (Ersatzbedarf) getrieben sein. 

Fachkräftemangel in Handwerks- und technischen Berufen entspannt sich seit 2023 trotz weiterhin hoher Nachfrage: Nur die Untergruppen Elektriker:innen/Elektroniker:innen (Rang 4) und Polymechaniker:innen/Kraftfahrzeugmechaniker:innen (Rang 5) bleiben knapp im Mangel- bzw. neutralen Bereich, trotz hoher Nachfrage in anderen Untergruppen. 

Geringes KI-Automatisierungsrisiko: Nur rund ein Viertel der Handwerks- und technischen Berufe gilt als moderat automatisierungsgefährdet, gerade noch 2% als hoch automatisierungsgefährdet durch KI.  

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Handwerks- und technische Berufe trotz der konjunkturellen Unsicherheiten robuste Beschäftigungsperspektiven bieten. Die anhaltend hohe Nachfrage, der demografisch bedingte Ersatzbedarf und das geringe KI-Automatisierungsrisiko unterstreichen ihre zentrale Bedeutung für den Schweizer Arbeitsmarkt. Zur aktuellen Entwicklung meint Marcel Keller, Country President der Adecco Gruppe Schweiz: «Handwerks- und technische Berufe bieten auch in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld gute Perspektiven. Die hohe Nachfrage sowie die geringe Substituierbarkeit durch KI schaffen solide Zukunftsaussichten. Gleichzeitig müssen sich Unternehmen und Arbeitnehmende darauf einstellen, dass technologischer Wandel, geopolitische Entwicklungen und wirtschaftliche Umbrüche die Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt laufend verändern.» 

 

Weitere Details entnehmen Sie der Studie unter "Download".