ESPACE MITTELLAND

Espace Mittelland: +13% mehr Stellenausschreibungen im zweiten Quartal 2019 

Zürich, 4. Juli 2019 – Im Espace Mittelland schreiben die Unternehmen im zweiten Quartal 2019 mehr Stellen aus als im Vorjahresquartal. Der Anstieg liegt über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt und ist im interregionalen Vergleich der zweitstärkste nach der Ostschweiz. Dies zeigt die wissenschaftlich fundierte Erhebung des Adecco Group Swiss Job Market Index des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich.

Der Adecco Group Swiss Job Market Index steigt im zweiten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9% an. «Der Schweizer Stellenmarkt wächst weiterhin, allerdings vor allem in Berufsgruppen, die weniger von der Konjunktur abhängen, wie beispielsweise Lehrpersonal und öffentliche Dienstleistungen. Andere Berufsgruppen spüren die negativen Konjunkturprognosen bereits. In den Berufsgruppen von Finanz und Treuhand zieht sich beispielsweise die Stagnation des Vorquartals fort», kommentiert Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz. «Diese Entwicklung ist typisch für die Spätphase eines Konjunkturzyklus. Sowohl der anhaltende Fachkräftemangel als auch die getrübten Konjunkturaussichten führen dazu, dass Unternehmen sich darum bemühen, gesuchte Talente zu finden und langfristig an sich zu binden», erklärt Marius Osterfeld, Ökonom bei swissstaffing, und ergänzt: «Dies spiegelt sich auch im abnehmenden Temporärmarkt wider.»

 

 

Die Unternehmen des Espace Mittelland suchen im zweiten Quartal 2019 vermehrt nach Personal, was sich in einer Zunahme der Stellenausschreibungen um 13% niederschlägt. «Damit hält der Anstieg der Stellenausschreibungen im Espace Mittelland schon mehr als zwei Jahre an», ergänzt Anna von Ow vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz. Nahezu alle Berufsgruppen tragen zum aktuellen Wachstum bei. Besonders zulegen konnten die Berufe der Unternehmensdienstleistungen mit einem Plus von 22% und die Berufe der persönlichen und sozialen Dienstleistungen mit einem Plus von 19%.

Unternehmensdienstleistungen sowie persönliche und soziale Dienstleistungen deutlich stärker nachgefragt 

Die Unternehmen suchen im zweiten Quartal 2019 mehr Personal im Bereich der Unternehmensdienstleistungen, dabei beträgt der Anstieg 22% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Zu dieser Berufsgruppe gehören unter anderem kaufmännische und administrative Berufe und Berufe des Bank- und Versicherungsgewerbes.

 

 

Die Berufe der sozialen und persönlichen Dienstleistungen legen im zweiten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal mit einem Plus von 19% ebenfalls zu. Zu dieser Berufsgruppe gehören beispielsweise Gesundheitsberufe wie Berufe von Pflege, Therapie und Humanmedizin sowie Unterrichtsberufe wie Primarlehrpersonen. Auch die meisten anderen Regionen verzeichnen in dieser Berufsgruppe einen deutlichen Anstieg. «Diese Entwicklung überrascht nicht. Der öffentliche Sektor mit Bundesverwaltung und bundesnahen Betrieben, Gesundheitswesen und Bildungsinstitutionen hat einen grossen Stellenwert in der Region und wir beobachten gesamtschweizerisch einen starken Anstieg der Berufsgruppe von Unterricht und öffentlichen Dienstleistungen im Vorjahresvergleich», kommentiert Anna von Ow vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz.

Mit einem Plus von 8% im Vergleich zum Vorjahr schreiben die Unternehmen aktuell auch für die Berufe der Technik und Informatik (z.B. Techniker/-innen, Informatiker/-innen und Ingenieure/-innen) vermehrt Stellen aus. Demgegenüber hat sich die Zahl der Ausschreibungen in den Berufen von Industrie und Bau (z.B. Maschinisten, Berufe des Bauhauptgewerbes) nahezu nicht verändert (+1%).

Hinweis zur Datenerhebung: Optimierung

Begleitend zur positiven Entwicklung in den Berufen der Industrie, Technik und Informatik zieht nun auch die Nachfrage nach Berufsleuten der persönlichen und sozialen Dienstleistungen nach, beispielsweise Berufe des Gastgewerbes und der Gesundheit. Sie verzeichnen eine Zunahme, und zwar sowohl im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 19% wie auch im Vergleich zum Vorquartal mit einem Plus von 11%. Auf etwas tieferem Niveau zugenommen hat auch die Anzahl Inserate, in denen nach Personal für Unternehmensdienstleistungen beispielsweise für Handel und Verkauf gesucht wird (+9% im Jahres- und +10% im Quartalsvergleich).