ZENTRALSCHWEIZ

8% mehr Stellenausschreibungen in der Zentralschweiz im zweiten Quartal 2019

 

Zürich, 4. Juli 2019 – In der Zentralschweiz schreiben die Unternehmen im zweiten Quartal 2019 8% mehr Stellen aus als im Vorjahresquartal, was nahezu dem gesamtschweizerischen Durchschnitt entspricht. Dies zeigt die wissenschaftlich fundierte Erhebung des Adecco Group Swiss Job Market Index des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich.

Der Adecco Group Swiss Job Market Index steigt im zweiten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9% an. «Der Schweizer Stellenmarkt wächst weiterhin, allerdings vor allem in Berufsgruppen, die weniger von der Konjunktur abhängen, wie beispielsweise Lehrpersonal und öffentliche Dienstleistungen. Andere Berufsgruppen spüren die negativen Konjunkturprognosen bereits. In den Berufsgruppen von Finanz und Treuhand zieht sich beispielsweise die Stagnation des Vorquartals fort», kommentiert Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz. «Diese Entwicklung ist typisch für die Spätphase eines Konjunkturzyklus. Sowohl der anhaltende Fachkräftemangel als auch die getrübten Konjunkturaussichten führen dazu, dass Unternehmen sich darum bemühen, gesuchte Talente zu finden und langfristig an sich zu binden», erklärt Marius Osterfeld, Ökonom bei swissstaffing, und ergänzt: «Dies spiegelt sich auch im abnehmenden Temporärmarkt wider.»

 
Die Zahl der Stelleninserate in der Zentralschweiz ist im zweiten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8% gestiegen. Davon profitierten jedoch nicht alle Berufsgruppen gleichermassen. Während die Nachfrage nach Personal der persönlichen und sozialen Dienstleistungen mit Abstand am stärksten zulegt, sinkt die Zahl der Stelleninserate, in denen nach Technikern/-innen und Informatikern/-innen gesucht wird. «Die Nachfrage nach Technikern/-innen und Informatikern/-innen hat in der Zentralschweiz wieder etwas abgenommen, nachdem sie zuvor über nahezu zwei Jahre hinweg angestiegen war», ergänzt Anna von Ow vom Stellenmarkt-Monitor.

Zentralschweizer Unternehmen benötigen dringend Berufsleute der persönlichen und sozialen Dienstleistungen: +38%

 

Im Vergleich zum Vorjahresquartal nimmt die Nachfrage nach Berufen der persönlichen und sozialen Dienstleistungen mit einem Anstieg von 38% allerdings besonders stark zu. Zu dieser Berufsgruppe gehören beispielsweise Lehrpersonen oder Therapie- und Medizinaltechnikberufe. Die Zahl der Stellenanzeigen für die anderen Berufsgruppen ändern sich hingegen lediglich geringfügig: Auf dem Niveau des Vorjahres verharren die Berufe der Industrie und des Baus (z.B. Berufe von Maschinenbau oder der Metallverarbeitung) sowie der Unternehmensdienstleistungen (z.B. Berufe des Bank- und Versicherungsgewerbes) mit einem Plus von 1% beziehungsweise von 3%. Die Berufe der Technik und Informatik (z.B. Ingenieure/-innen) verzeichnen gar eine leichte Abnahme (–7%).

 

Hinweis zur Datenerhebung: Optimierung

 

Aufgrund von Revisionen im Adecco Group Job Market Index auf das zweite Quartal 2018 weichen einige der in dieser Medienmitteilung aufgeführten Zahlen leicht von früher publizierten Zahlen ab. Die Revisionen dienen dazu, den Index dem sich stetig wandelnden Stellenmarkt anzupassen. Sie betreffen vor allem die regionale Zuordnung von Inseraten, die Zuordnung von einzelnen Berufsbezeichnungen zu den Berufsgruppen und die Mehrfachinserierung von Stellenanzeigen. Die Revisionen sollen den Index optimieren. Die früher publizierten Zahlen verlieren deswegen aber keineswegs ihre Gültigkeit.