ESPACE MITTELAND

Espace Mittelland: Im 4. Quartal des Corona-Jahres 14% weniger Stellenaus­schreibungen als im Vorjahr

Stärkste Einbussen in Berufen von Technik und Informatik

Zürich, 18. Januar 2021 – Unternehmen des Espace Mittelland schreiben im vierten Quartal 2020 14% weniger Stellen aus als im Vorjahr, dies als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die Situation stabilisiert. Dies zeigt die wissenschaftlich fundierte Erhebung des Adecco Group Swiss Job Market Index des Stellenmarkt-Monitors Schweiz der Universität Zürich. Alle Berufe erlitten Einbussen; die grössten verzeichnen Berufe von Technik und Informatik (-25%), die kleinsten jene der Unternehmensdienstleistungen (-16%).


Die Zahl der Stellenausschreibungen im Espace Mittelland nahm im 4. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 14% ab. Im Gegensatz zu anderen Regionen blieb hier eine zwischenzeitliche Erholung weitgehend aus. Seit dem Einbruch infolge des Lockdowns im März 2020 hat sich wenig getan, und das Stellenangebot hat sich zum Jahresende hin stabilisiert (Quartalsveränderung 0%).

Besonders in den Berufen von Technik und Informatik gab es im 4. Quartal massiv weniger Stellenausschreibungen. In dieser Berufsgruppe sind im Vergleich zum Vorjahr die Jobinserate um 25% eingebrochen. Nach einer zwischenzeitlichen leichten Erholung im letzten Quartal verharrten die Stellenanzeigen in diesen Berufen danach auf dem Niveau des Vorquartals. «Viele Berufe der Gruppe Technik und Informatik werden von Unternehmen aus konjunktursensitiven und exportorientierten Branchen ausgeschrieben, welche besonders unter der Corona-Krise litten. Andere finden sich in der Immobilien- und Baubranche oder im Transport, welche ebenfalls stärkere Einbussen erlitten haben, wie Auswertungen des SECO1 zeigen», kommentiert Anna von Ow vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz.


Das Stellenangebot für die Berufe der persönlichen und sozialen Dienstleistungen ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22% zurück. Nach einer kurzzeitigen Erholung im 3. Quartal 2020 sank das Stellenangebot für diese Berufsgruppe mit -8% im 4. Quartal 2020 wiederum auf das Niveau nach dem Lockdown im Frühling. Allerdings war die Zahl der Stellenausschreibungen in diesen Berufen vor Corona besonders stark angestiegen, womit der aktuelle Rückgang als weniger drastisch eingestuft werden kann. «Es ist zu beachten, dass gerade in urbanen Zentren wie in der Stadt Bern Berufe in der Hotellerie und Gastronomie besonders von der Corona-Krise betroffen waren. Dies zeigen beispielsweise Zählungen der Logiernächten der Stadt Bern», ergänzt Anna von Ow.


Der Rückgang in den Berufen von Industrie und Bau lag im 4. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr bei -20%. Anders als in anderen Berufsgruppen erreichte hier die Zahl der Stelleninserate ihren Tiefststand im 3. Quartal 2020. Die Erholung setzte dann erst auf das Winterquartal hin ein, was sich in einem Plus von 16% im Vergleich zum Vorquartal niederschlägt. 


Der Rückgang in der Zahl der Stellenausschreibungen für die Berufe der Unternehmensdienstleistungen betrug im 4. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr 16%. Dabei waren innerhalb dieser Berufsgruppe die Berufe von Handel und Verkauf sowie Managements- und Organisationsberufe stärker betroffen als jene von Finanz und Treuhand. Seit dem Einbruch auf das 2. Quartal 2020 hin bleiben auch die Berufe der Unternehmensdienstleistungen auf dem gleichen Niveau.

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